DER SPEKULANT Mittwoch, 7.12.2005
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Hier koennen Sie den kompletten Boersenbrief lesen:
http://www.derspekulant.ch/nl/20051207.htm
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1. Tria jetzt billig kaufen
2. FJH bestaetigt Gewinn-Kurs
3. Gute Fluxx-Quartalszahlen
4. Frage an Fluxx-Vorstand: Wie geht's weiter?
5. Musterdepot: Rallye-Spekulation aufgegangen
6. Impressum / Newsletter abbestellen
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1. Tria jetzt billig kaufen
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+ Neuer Vertriebsmann legt los
+ Tria nach -99 % jetzt noch billig zu haben
+ Bilanz nach Kapitalmassnahmen deutlich gestaerkt
+ Kursziel 2,00 Euro (aktuell 1,41 Euro)
Tria-Chart:
Aktuell 1,41 Euro
Kursziel 2,00 Euro
Sehr ueberzeugend praesentierte sich Wolfgang Stuebich, der neue Vorstand von Tria IT-solutions (WKN A0EZFM, Ticker TSX1, ISIN DE000A0EZFM1), juengst auf dem 'Eigenkapitalforum'. Wir sind mit dem ehemaligen Marketing-Chef von Digital Equipment in Deutschland erstmals zusammengetroffen und er machte einen sehr guten Eindruck auf uns. Dem erfahrenen Vertriebsmann trauen wir zu, dass er einiges Neugeschaeft an Land zieht. Wir planen in einer der naechsten Boersenbrief-Ausgaben ein ausfuehrliches Update mit einem Interview zu seinen Plaenen und Erwartungen.
Das IT-Unternehmen besitzt zwei Geschaeftsbereiche, die Tria IT-consulting GmbH und die Tria IT-training GmbH. Mit aktuell 191 Mitarbeitern und flaechendeckenden Standorten in Deutschland werden somit einerseits fuer Software-Hersteller wie Cisco, Microsoft oder Oracle Schulungen angeboten, sowie andererseits werden IT-Dienstleistungen offeriert.
Ende Oktober konnte das Unternehmen mit dem Vermieter der Bueroimmobilie in Muenchen ein Vertrag ueber die Rueckgabe von untervermieteter und nicht genutzter Flaeche geschlossen werden. Daraus ergibt sich fuer Tria eine Liquiditaetsentlastung von ca. 1 Mio. Euro jaehrlich. Der Mietvertrag, den Tria waehrend der Wachstumsphase und dem allgemeinen Engpass an Bueroimmobilien einging, wurde so auf die aktuellen Beduerfnisse der Firma optimiert. Auch wenn das 2005er Ergebnis durch Umstrukturierungen verhagelt ist, stellen genau diese harten Einschnitte, sowie die juengst erfolgten Kapitalmassnahmen, eine gesunde Ausgangsbasis fuer ein ertragreiches Jahr 2006 sicher. In den ersten 9 Monaten 2005 wurden 14,1 Mio. Euro umgesetzt (2004: 14,6 Mio. Euro) und ein Ergebnis von -2,7 Mio. Euro (2004: -0,2 Mio. Euro) erzielt.
Fazit
Tria ist eine bislang voellig unentdeckte Aktie, so existiert derzeit auch noch keine einzige Analystenstudie. Nach der angekuendigten Kostenreduktion sollte 2006 zumindest ein ausgeglichenes Ergebnis drin sein und fuer 2007 koennten wir uns einen Gewinn von 0,5 bis 1,5 Mio. Euro vorstellen. Bei rund 12,7 Mio. ausstehenden Aktien wuerde dies einen Gewinn je Aktie von 0,04 Euro bis 0,12 Euro bedeuten. Zusaetzlich hat die Aktie nach einem Absturz von rund 99 % eine mehrjaehrige Bodenbildung hinter sich und man kann die Aktie derzeit noch zu Tiefstpreisen aufsammeln. Fuer uns ist Tria eine aeusserst spannende Turn-around-Story, bei der wir ein erstes Kursziel von 2 Euro sehen. Langfristig sind auch deutlich staerkere Kursgewinne moeglich.
Tria IT-solutions Homepage
http://www.tria.de
Aktuelle Tria Nachrichten
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-aktien/tria-it-solutions.asp
Xetra-Orderbuch von Tria
http://aktienkurs-orderbuch.finanznachrichten.de/tsx1.aspx
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2. FJH bestaetigt Gewinn-Kurs
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+ Q3-Zahlen bestaetigen positive Entwicklung
+ 2006 wieder Gewinne
+ Vertriebskooperation mit Consulting-Unternehmen
+ Kursziel 6 Euro (aktuell 3,96 Euro)
FJH-Chart:
Aktuell 3,96 Euro
Kursziel 6 Euro
Mit den juengsten Quartalszahlen konnte das Software-Unternehmen FJH (WKN 513010, Ticker FJH, ISIN DE0005130108) das Fortschreiten der Sanierung bestaetigen. Der Quartalsumsatz lag mit 12,6 Mio. Euro erwartungsgemaess unter dem Wert des Vorjahres von 14,6 Mio. Euro. Das EBIT nach Restrukturierung belief sich auf -1,2 Mio. Euro (Q3/2004: -69,9 Mio. Euro). Das Nettoergebnis betrug -1,6 Mio. Euro (Q3 2004: -65,8 Mio. Euro). Zur operativen Entwicklung berichtet die Firma, dass die Sanierung planmaessig voranschreitet und bis Jahresende abgeschlossen sein soll. Fuer das Gesamtjahr 2005 erwartet FJH einen Umsatz von rund 52 Mio. Euro sowie einen Vorsteuerverlust von 4-5 Mio. Euro. 2006 will das Unternehmen wieder in die Gewinnzone zurueckkehren.
Vertriebskooperation mit Steria Mummert Consulting
FJH und die auf Management- und IT-Beratung spezialisierte Steria Mummert Consulting bauen gemeinsam ihr Leistungsangebot fuer Behoerden und oeffentliche Auftraggeber aus. Ein entsprechender Kooperationsvertrag zwischen beiden Unternehmen wurde diese Woche unterzeichnet. Damit sollen in Zukunft Beratungs- und Softwareloesungen im Bereich der Beihilfe bei Behoerden sowie oeffentlichen Auftraggebern gemeinsam angeboten werden.
Aus einem gemeinsamen Leistungsangebot ergeben sich viele Synergien fuer die Kunden wie fuer die Partner. In Deutschland und Oesterreich beschaeftigt Steria Mummert Consulting rund 1.300 Mitarbeiter und bringt zahlreiche Referenzen aus dem Behoerdenumfeld mit. Somit ergeben sich gute Chancen, dass ueber diese Kooperation Neukunden gewonnen werden koennen.
Fazit
Die Turn-around-Story FJH konnte gerade erst letzte Woche auf der 'GBC Munich Investor Conference' punkten. Wie Sie wissen, koennen wir uns bei erfolgreichem Turn-around fuer 2006 Aktienkurse von 6 bis 10 Euro vorstellen. Unser erstes Kursziel lautet 6 Euro. Die Aktie ist auf dem aktuellen Kursniveau ein klarer Kauf.
FJH Homepage
http://www.fjh.com/FJH/home/home.html
Aktuelle FJH Nachrichten
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-aktien/fjh.asp
Xetra-Orderbuch von FJH
http://aktienkurs-orderbuch.finanznachrichten.de/fjh.aspx
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3. Gute Fluxx-Quartalszahlen
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+ Quartalszahlen im Plan
+ Sportwetten auf Lotto-Terminals?
+ Kursziel 14 Euro (aktuell 8,04 Euro)
Fluxx-Chart:
Aktuell 9,84 Euro
Kursziel 14 Euro
Die September-Quartalszahlen des Lotto-Vermittlers Fluxx (WKN 576350, Ticker FXX, ISIN DE0005763502) bestaetigten die gute Unternehmensentwicklung. Der Bruttoumsatz lag bei 25,0 Mio. Euro (Q3/2004: 22,2 Mio. Euro), der Nettoumsatz bei 5,3 Mio. Euro (4,3 Mio. Euro), das EBITDA bei 1,4 Mio. Euro (0,8 Mio. Euro) und das Nettoergebnis bei 467.000 Euro nach 414.000 Euro in der Vorjahresperiode. Damit entwickelt sich das 'alte' Geschaeft der Online-Vermittlung von 'Lotto 6 aus 49' nach Plan. Da im Q3 keine nennenswerten Jackpots ausgespielt wurden, fehlten somit auch externe Impulse..
Aus unserer Sicht besonders spannend ist die Zukunft der Firma, die durch den stationaeren Lotto-Vertrieb gepraegt sein wird. Wir sind nach wie vor davon ueberzeugt, dass Fluxx sich eine goldene Nase verdienen wird mit dem Verkauf von Lottoscheinen in Supermaerkten, an Tankstellen und an anderen hochfrequentierten Orten.
Derzeit wird fast 90 % des Lotto-Umsatzes ueber die rund 26.000 Lottoannahmestellen in Kiosken abgewickelt. Gerade Nichtraucher, die nicht zu den Dauerlottospielern zaehlen, kann Fluxx mit seinem Angebot ansprechen. Wir schaetzen, dass dieses Geschaeftsmodell in einigen Jahren 10-20 % des gesamten deutschen Lotto-Umsatzes ausmachen kann. Wesentlich zurueckhaltender sind die Einschaetzungen von Analysten wie SES Research. Diese erwarten zwar auch einen erheblichen Marktanteil, allerdings das dauert noch eine Weile. So erwartet SES fuer 2007 erst einen Marktanteil von 2,9 %, fuer 2008 einen von 4,0 % und fuer 2009 einen von 6,5 %.
Damit sind wir beim derzeitigen Problem der Fluxx-Aktie angekommen: Die Supermarkt-Expansion dauert. Fluxx meldet, dass die Firma in den naechsten zwei Jahren 2.000 Supermaerkte, Tankstellen und andere Einzelhaendler mit Lotto-Terminals ausstatten moechte und dass bereits die ersten 1.000 Terminals bestellt wurden. Die Auslieferung dieser Terminals soll demnaechst beginnen und im ersten Halbjahr 2006 abgeschlossen sein. Obwohl die Produktion der Geraete und Arbeiten wie das Aufstellen und Warten der Terminals ausgelagert wurden, dauert es einfach seine Zeit. Im unten stehenden Interview mit dem Vorstand finden Sie wahrscheinlich einige Antworten zu den Fragen, die Sie sich jetzt wohl gerade stellen.
Hier die aktuellen Gewinnschaetzungen von SES Research. Die Analysten haben wegen der langsamer als erhofften Supermarkt-Expansion Umsatz- und Ergebnisprognosen leicht reduziert, allerdings ihr Kursziel von 11 Euro auf 11,90 Euro erhoeht sowie die Aktie von 'Marketperformer' auf 'Outperformer' aufgestuft. First Berlin Research hat uebrigens nach den Quartalszahlen die 2006er und 2007er Schaetzungen beibehalten und stuft die Aktie weiterhin mit Kursziel 13,30 Euro mit 'Kaufen' ein.
Tabelle Gewinnschaetzungen:
SES Research zu Fluxx
Sportwetten auf den Lotto-Terminals?
Auf einer Investorenkonferenz berichtete uns Finanzvorstand Stefan Haenel von einer interessanten Idee, die man bei Fluxx derzeit durchplant. Fluxx koennte ueber die 'Vertriebsstruktur' der Lotto-Terminals nicht nur Lotto verkaufen, sondern auch andere Produkte mit guter Gewinnmarge. Etwa am Tag eines Deutschland-Fussball-Laenderspieles wuerde sich eine Sportwette auf dieses Spiel anbieten. Sollte dieses Produkt rechtzeitig marktreif sein, koennte Fluxx bereits waehrend der Fussball-Weltmeisterschaft (9.6.-9.7.2006) zusaetzliche Einnahmen erwirtschaften.
Fazit
Wir sind nach wie vor davon ueberzeugt, dass die Fluxx-Aktie mittelfristig unser Kursziel von 14 Euro erreichen wird. Kurzfristig war die Aktie zuletzt kontinuierlich unter Druck. Dies konnte man speziell bei zwei Ereignissen beobachten. Als Fluxx am 3.11. und 8.11. die (positiven) Kooperationen mit dem Oelkonzern Orlen und dem Fernsehsender Premiere meldete, brachte dies nicht Kursanstiege, die man angesichts dieser Meldungen haette erwarten koennen. Ein klares technisches Schwaechezeichen, das sich weiter bestaetigt hat, wie man dem im Tief bis auf 7 Euro abgerutschten Kurs entnehmen kann. Insofern war es gut, dass wir bei 9 Euro einen Stoppkurs gesetzt hatten und damit mit den beiden Fluxx-Positionen einen Gewinn von +239 % bzw. +13 % realisiert hatten.
Wir werden Fluxx weiter fest im Auge behalten und ueber News berichten. Wir werden die Aktie vermutlich auch wieder einmal ins Musterdepot aufnehmen, wollen aber im Moment abwarten, wo sich die Aktie einpendelt. Basierend auf den derzeitigen Analystenschaetzungen von ca. 0,30 Euro Gewinn/Aktie in 2006 und etwa 0,60 Euro Gewinn/Aktie in 2007 wuerden wir die Aktie bei einer Schwaeche auf einem Niveau von 6/7 Euro wieder fuer unser Musterdepot kaufen.
Fluxx Homepage
http://www.fluxx.com
Aktuelle Fluxx Nachrichten
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-aktien/fluxx.asp
Xetra-Orderbuch von Fluxx
http://aktienkurs-orderbuch.finanznachrichten.de/fxx.aspx
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4. Frage an Fluxx-Vorstand: Wie geht's weiter?
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Vielen Aktionaeren geht der Aufbau der Lotto-Terminals in den Supermaerkten langsamer voran als erhofft. Deshalb gibt es auch eine Konsolidierung beim Aktienkurs. Wir haben deshalb den Vorstandsvorsitzenden und Firmengruender von Fluxx, Rainer Jacken, zu den aktuellen und zukuenftigen Entwicklungen befragt.
DER SPEKULANT:
Herr Jacken, Sie besitzen mit dem kuenftigen Angebot von 'Lotto 6 aus 49' in Supermaerkten und Tankstellen ein hochinteressantes Produkt. An wie vielen Supermaerkten und Tankstellen ist dieses bereits im Einsatz und wann erwarten Sie die erste groessere Lieferung von Geraeten? Wie viele sollen wie schnell aufgestellt werden?
RAINER JACKEN:
Wir haben die Testphase mittlerweile erfolgreich abgeschlossen. Hierbei ging es im Wesentlichen darum, die Technik und die Prozesse auf Herz und Nieren zu testen und zu optimieren sowie geeignete Verkaufsfoerderungsmassnahmen zu identifizieren. Innerhalb der Pilotphase haben wir sukzessive weitere Terminals installiert; wir koennen aber sicherlich noch von keiner signifikanten Menge sprechen.
Parallel haben wir uns intensiv mit dem Aufbau der Organisation fuer unser Direkt-Lotto-Projekt befasst. Mit Jan-Schmidt Wussow haben wir einen sehr erfahrenen Leiter fuer diese Unit gefunden, der die Einzelhandelswelt aus dem Effeff kennt und herausragende Marketingexpertise fuer dieses Segment mitbringt.
Im August haben wir - nachdem die ersten Testergebnisse unsere Erwartungen bestaetigen konnten und wir die Kapitalerhoehung zur Finanzierung des Roll-outs erfolgreich abgeschlossen haben - die ersten 1.000 Terminals bei unserem Lieferanten KEBA in Oesterreich in Auftrag gegeben. Die ersten Geraete werden in diesen Tagen geliefert. Unser Logistikpartner Bechtle wird dann mit der Ausruestung der ersten Standorte beginnen.
DER SPEKULANT:
Sie haben kuerzlich eine Kooperation mit dem Mineraloelkonzern ORLEN veroeffentlicht. Die Polen betreiben in Deutschland rund 500 Tankstellen, an denen das von Fluxx vermittelte 'Lotto 6 aus 49' angeboten werden soll. Das macht 500 neue Terminals oder ist es bei manchen Tankstellen vielleicht sinnvoll, ein zweites Terminal aufzustellen?
RAINER JACKEN:
Das ist ja gerade das Interessante bei Tankstellen: In der Regel haben die Stationen ein oder zwei Kassen. Ein Terminal kann von beiden Kassen aus bedient werden, davor - also fuer den Kunden sichtbar - wird der Lottoschein-Dispenser mit dem Monitor platziert. Der Kunde wird also unweigerlich auf unser Angebot stossen. Damit erhoeht sich natuerlich die Ausschoepfung pro Terminal, die fuer uns eine ganz wesentliche Groesse im Businessplan ist.
DER SPEKULANT:
Sie haben gemeldet, dass Sie bislang 1.000 Terminals bestellt haben. Waere es nicht sinnvoll, 'auf Verdacht' gleich weitere 1.000, 2.000 oder 5.000 Geraete zu bestellen, damit diese im Rahmen weiterer Kooperationen aufgestellt werden? Die Zeit zwischen Bestellung und Aufstellung eines Terminals betraegt ja etwa ein halbes Jahr.
RAINER JACKEN:
Fuer uns steht momentan der Vertrieb an erster Stelle und wir schauen uns unsere potenziellen Partner sehr genau an, ob sie zu unserem Modell passen. Wir werden dieses neue Geschaeftsfeld strukturiert, Schritt fuer Schritt aufbauen. Weitere Vorabbestellungen von Terminals, die wir jetzt noch nicht installieren koennen, wuerden ueberdies zu einer zu hohen Kapitalbindung ohne adaequate Verzinsung fuehren.
DER SPEKULANT:
Wir waeren davon ausgegangen, dass es nach einem (erfolgreichen) Testlauf bei EDEKA Nord rasch zu Vereinbarungen mit anderen EDEKA-Gesellschaften kommt. Warum gibt es noch keine Vertraege mit weiteren Supermarkt-Ketten?
RAINER JACKEN:
Wir stehen mittlerweile mit vielen Einzelhandelsketten in intensivem Kontakt. Aber wie gesagt, wir schauen uns unsere Partner sehr genau an und loten aus, welche Struktur sich mit unseren Vorstellungen und den regionalen Marktgegebenheiten vertraegt.
DER SPEKULANT:
Sie konnten mit dem Fernsehsender Premiere eine Kooperation abschliessen. Was genau ist geplant?
RAINER JACKEN:
Die Kooperation mit Premiere ist das bislang noch fehlende Glied in unserer Vertriebsstrategie, die im Kern vorsieht, ueber etablierte Partner mit umfangreichen Endkundenbeziehungen das bekannte Produkt Lotto zu vermitteln. Wir sind gross geworden mit der Online-Vermittlung, haben ein erfolgreiches Tippgemeinschaftsprodukt im Direktvertrieb und haben vor kurzem mit Lotto im Supermarkt den stationaeren Vertrieb initiiert. Was fehlte, war ein starker Partner, mit dem wir das Medium TV als Plattform fuer die Vermarktung unserer Produkte nutzen koennen. Wir halten Premiere fuer den bestmoeglichen Partner in diesem Umfeld, da hier bereits das Konzept 'Zuschauer zu Kunden machen' bestens funktioniert und Premiere als zukuenftiger Player im Gluecksspielmarkt exzellent positioniert ist.
Zunaechst werden wir im Dezember mit der Vermarktung von Tippgemeinschaften ueber den neuen Sender PREMIERE WIN starten. Anfang naechsten Jahres folgt dann die Online-Gluecksspiel-Plattform fuer PREMIERE WIN, auf der wir unsere gesamte Lotto-Produktpalette anbieten werden. Weitere Felder der Zusammenarbeit sind angedacht, allerdings noch nicht spruchreif.
DER SPEKULANT:
Sie haben eine Mehrheitsbeteiligung an der spanischen DigiDis Digital Distribution Management S.L. erworben. Wie ist die Strategie in Spanien? Sie planen ueber die spanische Tochter dann auch den Einstieg in Italien bzw. in andere Maerkte. Koennen Sie uns dies auch naeher skizzieren?
RAINER JACKEN:
Spanien - genauso wie Italien - sind ideale Zielmaerkte fuer unser Business-to-Business-Modell, in dem wir unsere Produkte und Dienstleistungen anderen Unternehmen zur Verfuegung stellen, die bereits ueber umfangreiche Endkundenbeziehungen verfuegen. Der spanische e-Commerce-Markt ist im Vergleich zu Deutschland noch deutlich unterentwickelt und bietet noch erhebliches Potenzial. Und Spanien und Italien sind mit einem jaehrlichen Umsatzvolumen von 11,4 bzw. 14,9 Mrd. Euro die groessten Lottolaender in Europa.
Mit DigiDis haben wir ein Unternehmen akquiriert, dessen Management die Gepflogenheiten der suedeuropaeischen und lateinamerikanischen Lotteriemaerkte bestens versteht. Anders als in Deutschland haben die spanischen Lottospieler zum Beispiel viel mehr Vertrauen zu den grossen Lottoannahmestellen als zu gewerblichen Vermittlern. Unsere neuen spanischen Kollegen muessen dies wissen, schliesslich waren sie als Geschaeftsfuehrer federfuehrend beim Aufbau der Tipp24-Tochter ventura24.
Unser erstes gemeinsames Projekt ist die Ueberarbeitung der Seite 'www.loterias.com', das spanische Pendant zur deutschen 'lotto.de'-Domain. Hier bieten wir in Kooperation mit einem Partner zunaechst die beliebte spanische Weihnachtslotterie 'El Gordo' an. Das Businessmodell ist identisch mit unserem in Deutschland: Neben Vermittlungsprovisionen, die wir von der Lotterie erhalten, erheben wir Handlinggebuehren vom Kunden, so dass wir in der Summe eine attraktive Marge auf die vermittelten Spieleinsaetze erzielen, die wir dann mit dem Partner teilen.
Unser Ziel ist es, weitere grosse Lotterie- und Onlineportal-Partner in Spanien zu gewinnen und dieses Modell von Spanien aus in weitere Laender zu transferieren.
DER SPEKULANT:
Stichwort Sportwetten. Glauben Sie, dass es noch rechtzeitig vor der Weltmeisterschaft eine Liberalisierung in Deutschland geben wird? Wie sind Ihre Plaene?
RAINER JACKEN:
Wir glauben nicht, dass die Gluecksspielwelt in Deutschland in einem halben Jahr komplett anders aussehen wird. Wir denken aber schon, dass sich das Bundesverfassungsgericht, das sich Anfang November in einer ersten Anhoerung ein klareres Bild ueber die momentanen Missstaende machen konnte, noch vor der WM zu Wort melden wird. Die Branche rechnet mit einer Urteilsverkuendung zum aktuell verhandelten Fall im Fruehjahr 2006.
Natuerlich wuerden wir uns ueber liberalere Marktbedingungen freuen und wir halten diese im europaeischen Kontext auch fuer unausweichlich. Auf der anderen Seite sind wir als Vermittler von staatlich lizenzierten Gluecksspielen in Deutschland sehr gut positioniert. Auf Basis unserer europaeischen Sportwettlizenzen koennten wir aber schon heute jederzeit unsere marktreife Sportwetten-Plattform live schalten. Und wir werden dies auch unabhaengig vom Urteil des Bundesverfassungsgerichts tun. Solange die rechtliche Lage in Deutschland noch unklar ist, werden wir dieses Angebot nur noch nicht in Deutschland vermarkten.
DER SPEKULANT:
Ihr deutscher Mitbewerber, Tipp24, ist seit kurzem auch boersennotiert. Sehen Sie dies als eher positiv oder negativ fuer Fluxx bzw. die Fluxx-Aktie?
RAINER JACKEN:
Grundsaetzlich begruessen wir es, dass einer unserer Hauptwettbewerber in Deutschland nun auch an der Boerse ist, weil dies die Transparenz deutlich erhoeht. Der Finanzmarkt kann Marktwachstum, Margensituationen sowie wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen besser einschaetzen. Allerdings warnen wir davor, FLUXX direkt mit Tipp24 zu vergleichen. Das Kerngeschaeft, also die Online-Vermittlung von Lotto und Oddset, sind zwar sicherlich vergleichbar. Aber in der Strategie und in der zukuenftigen Ausrichtung unterscheiden wir uns erheblich. Insbesondere unser breiter Vertriebsansatz jenseits des Internets - also Direktvertrieb von Tippgemeinschaften, Lotto im Supermarkt - und das groessere Produktangebot bieten uns und unseren Investoren deutlich hoehere Wachstumschancen.
Fluxx Homepage
http://www.fluxx.com
Aktuelle Fluxx Nachrichten
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-aktien/fluxx.asp
Xetra-Orderbuch von Fluxx
http://aktienkurs-orderbuch.finanznachrichten.de/fxx.aspx
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5. Musterdepot: Rallye-Spekulation aufgegangen
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Unternehmen: E.ON
WKN: 761440
Stueck: 400
Kauf: 78,15 Euro
aktuell: 82,22 Euro
Ziel: 90 Euro
Potenzial: +9 %
Unternehmen: FJH
WKN: 513010
Stueck: 10.000
Kauf: 2,51 Euro
aktuell: 3,96 Euro
Ziel: 6,00 Euro
Potenzial: +52 %
Unternehmen: FJH neue
WKN: A0E95D
Stueck: 3.598
Kauf: 2,70 Euro
aktuell: 3,96 Euro
Ziel: 6,00 Euro
Potenzial: +52 %
Unternehmen: Muenchener Rueck
WKN: 843002
Stueck: 300
Kauf: 105,97 Euro
aktuell: 118,20 Euro
Ziel: 130 Euro
Potenzial: +10 %
Unternehmen: Tria IT-solutions
WKN: A0EZFM
Stueck: 10.000
Kauf: 1,22 Euro
aktuell: 1,41 Euro
Ziel: 2 Euro
Potenzial: +42 %
Veraenderung seit 27.03.2002: +237,73 %
(2002: +22,60 %, 2003: +35,73 %, 2004: +14,71 %, 2005: +76,94 %)
Barmittel: 196.157,35 Euro (58 % des Musterdepot-Wertes)
Stop-Loss-Limits:
E.ON 80 Euro, FJH 3 Euro, Muenchener Rueck 109 Euro, Tria 1 Euro.
Musterdepot-Watchlist:
+ e-m-s new media (WKN 521280): Vor Umsatz- und Gewinnsprung in 2006
+ Emprise Management Consulting (WKN 571050): IT-Dienstleister nach Ausverkauf billig
+ Fluxx (WKN 576350): Grosses Potenzial durch Lotto im Supermarkt und an Tankstellen
+ Lufthansa (WKN 823212): Sehr guenstig bewertete Fluglinie; hoher Oelpreis belastet aber
+ Masterflex (WKN 549293): Schoene Trading-Chance nach Gewinnwarnung
+ Schaltbau Holding (WKN 717030): Vorstand plant 2,20-2,50 Euro Gewinn/Aktie in 2005
Achtung!
Es wird in den naechsten Wochen mehrere Veraenderungen im Musterdepot geben. Wir ueberlegen derzeit bei einigen Aktien eine Musterdepot-Aufnahme bzw. bei anderen eine Erhoehung des Kurszieles. Der Newsletter-Versand dauert einen ganzen Tag lang, weshalb Sie wichtige Infos erst nach Stunden erhalten koennten.
Wenn Sie den Newsletter (kostenfrei) innerhalb der ersten Minuten nach Versand-Start erhalten moechten, druecken Sie auf diesen Link:
http://www.buongiorno.de/spekulant/confirm.bs?e=ilug@linux.ie&h=32355731204442198
Ein glueckliches Haendchen hatten wir mit unserer Jahresendrallye-Spekulation in E.ON (WKN 761440, Ticker EOA, ISIN DE0007614406) und Muenchener Rueck (WKN 843002, Ticker MUV2, ISIN DE0008430026). Der Rueckversicherer kletterte zwischenzeitig von einem Hoch zum naechsten und brachte dem Musterdepot in der kurzen Zeit bereits ueber +10 % Gewinn ein. Der Energiekonzern litt unter kritischen Medienberichten nach einem tagelangen Stromausfall im Netz von RWE in Nordrhein-Westfalen. Dennoch hat auch diese Aktie ein neues Jahreshoch erreichen koennen und wir sind ebenfalls bereits deutlich im Gewinn. Die Analysten von Morgan Stanley haben die E.ON-Aktie in einer Neueinschaetzung auf 'Uebergewichten' mit Kursziel 100 Euro eingestuft. Das freut uns und bestaetigt unsere positive Einschaetzung!
Wir behalten dennoch im Auge, dass wir mit den beiden Werten auf eine Jahresendrallye spekulieren und ziehen den Stop-Loss-Kurs deshalb konsequent nach oben mit. Einerseits ist der Dezember ueblicherweise einer der besten Monate an der Boerse, andererseits mahnt uns die positive Marktstimmung und die ueberverkaufte Situation bei technischen Indikatoren zur Vorsicht.
Neu auf die Watchlist haben wir Masterflex (WKN 549293, Ticker MZX, ISIN DE0005492938) gegeben. Die Aktie hat einen Absturz von 37 Euro auf 25 Euro nach enttaeuschenden Quartalszahlen hinter sich. Das Unternehmen hatte gemeldet, dass der Umsatz 2005 im Vergleich zu 2004 um +15 % bis +17 % steigen werde und reduzierte damit die urspruengliche Planung von +15 % bis +20 %. Gravierender war noch die Verringerung des erwarteten EBIT-Anstieges von +15 % bis +25 % auf +5 % bis +12 %. Nach dem starken Aktienkursverfall ergibt sich hier eine schnelle Trading-Chance auf 28-30 Euro.
Wir haben uns kuerzlich auf dem 'Eigenkapitalforum' der Deutschen Boerse, einer Analystenkonferenz mit ueber 160 Unternehmenspraesentationen, zahlreiche Firmen naeher angesehen.
Berth Hausmann, Finanzvorstand von 3U Telecom (WKN 516790, Ticker UUU, ISIN DE0005167902), berichtete dort ueber Erfolge bei der Zusammenarbeit mit Quelle. Mittlerweile wurden so bereits 90.000 Kunden gewonnen. Insgesamt hat 3U bei den ueber Call-by-Call abgewickelten Minuten einen Marktanteil von etwa 2 %. Derzeit werden kleinere, unprofitable Auslandstoechter genau nach ihrer Sinnhaftigkeit geprueft und es wird wohl Schliessungen geben. Dies fuehrt zu einer Ergebnisverbesserung im 6stelligen Bereich. Langfristig strebt die Firma wieder 1-3 % EBITDA-Marge im Telekom-Geschaeft an.
Das Management von EMPRISE (WKN 571050, Ticker ERI, ISIN DE0005710503) ueberzeugte uns, dass die Probleme des letzten Quartales bereinigt sind und es nun wieder in die richtige Richtung geht. Auch sind derzeit einige Auftraege mit Neukunden fuer die Software 'Bonaparte' in Verhandlung. Hier koennte es somit bald wieder gute News geben.
Unerwartet schwach sind die Ergebniszahlen von e-m-s new media (WKN 521280, Ticker EMN, ISIN DE0005212807) im 3. Quartal 2005 ausgefallen. Die Folge war ein kraeftiger Kursabsturz. Wir waren, wie die meisten Beobachter, von einem ausgeglichenen Quartalsergebnis ausgegangen. Im Endeffekt wurde es ein Minus von etwa 1 Mio. Euro.
Das fuehrte sofort zu Reduzierungen der Kursziele der HypoVereinsbank auf 1,40 Euro (2,40 Euro) und von Independent Research auf 1,70 Euro (zuvor 2,40 Euro). Auch wenn Firmenboss Werner Wirsing mit einem am Freitag gemeldeten Kauf von 230.000 Aktien demonstriert, dass er die Aktie nun fuer billig erachtet, ist der Markt vorderhand enttaeuscht. Aus unserer Sicht ist die Aktie derzeit eine Halte-Position. Im Falle einer Schwaeche kann eine Trading-Position aufgebaut werden, die bei Kursen von 1,50/1,60 Euro wieder abgegeben wird.
Beeindruckend fanden wir Dr. Juergen Cammann, den Vorstandsvorsitzenden von Schaltbau (WKN 717030, Ticker SLT, ISIN DE0007170300). Den Konzernlenker haben wir erstmals persoenlich getroffen und uns ausfuehrlich ueber die Unternehmensentwicklung unterhalten. Eine schoene Turn-around-Story, die zuegig voranschreitet! Gute News gab es von der Tochterfirma Gebrueder Bode: Das Unternehmen hat einen Auftrag von der hollaendischen Staatsbahn erhalten und soll fuer neue Zuege Tueren im Wert von 28 Mio. Euro liefern.
Bei Tria IT-solutions (WKN A0EZFM, Ticker TSX1, ISIN DE000A0EZFM1) haben wir, wie berichtet, die Bezugsrechte der Kapitalerhoehung wahrgenommen. Somit sind zu den 10.000 bei 1,22 Euro gekauften Aktien weitere 3.745 Aktien mit Bezugspreis 1,05 Euro dazugekommen. Damit hat sich unser Bargeldbestand um 3.932,25 Euro von 200.089,60 auf 196.157,35 verringert. Fuer die nun insgesamt 13.745 Aktien betraegt der durchschnittliche Kaufpreis 1,17 Euro.
E.ON Homepage
http://www.eon.com
Aktuelle E.ON Nachrichten
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-aktien/e-on.asp
Xetra-Orderbuch von E.ON
http://aktienkurs-orderbuch.finanznachrichten.de/eoa.aspx
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FJH Homepage
http://www.fjh.com/FJH/home/home.html
Aktuelle FJH Nachrichten
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-aktien/fjh.asp
Xetra-Orderbuch von FJH
http://aktienkurs-orderbuch.finanznachrichten.de/fjh.aspx
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Muenchener Rueck Homepage
http://www.munichre.com
Aktuelle Muenchener Rueck Nachrichten
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-aktien/muenchener-rueck.asp
Xetra-Orderbuch von Muenchener Rueck
http://aktienkurs-orderbuch.finanznachrichten.de/muv2.aspx
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Tria IT-solutions Homepage
http://www.tria.de
Aktuelle Tria Nachrichten
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Xetra-Orderbuch von Tria
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